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Berufsunfähigkeit.

Viele Menschen rechnen erst im späteren Verlauf ihres Lebens mit der Möglichkeit einmal Berufsunfähig zu werden. Folglich schließen die meisten Arbeitnehmer eine zusätzliche private Berufsunfähigkeitsversicherung erst Jahre nach dem Einstieg in den Beruf ab. Doch frühes Tätigenden lohnt sich. Denn 20 % aller Berufsunfähigen in Deutschland sind zwischen 36 und 45 Jahren alt. Insgesamt wird jeder vierte Deutsche im Laufe seines Lebens zumindest teilweise berufsunfähig. 

 

Der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung lässt dann erstmal aufatmen. Doch oft suggeriert die Versicherung eine Sorglosigkeit, die der Versicherungsvertrag in Wahrheit nicht gewährleistet - der Schein trügt. 

 

Tritt der Versicherungsfall ein, bestreiten viele Versicherungen ihre Leistungspflicht kategorisch, oder versuchen ihre Kunden auf andere Berufe zu verweisen. Ein solches Verweisungsrecht kommt den Versicherungen zwar zu, die Verweisung muss sich jedoch in einem bestimmten Rahmen halten. So kann ein Versicherungsnehmer nur auf solche Tätigkeiten verwiesen werden, zu denen er seiner Ausbildung nach im Stande ist, und die seiner bisherigen Lebensstellung entsprechen. 

 

Wichtig ist es deshalb, sich als Versicherungsnehmer genauestens über die Rechtslage zu informieren. Die Michael Graf Patientenanwälte in Offenburg geben Betroffenen hier kompetente Unterstützung. 

 

Gut ist es auch, über das Verfahren Bescheid zu wissen, in dem die Versicherung über Ihren Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente entscheidet: Zunächst trifft den Versicherungsnehmer die Pflicht, alle betreffenden Unterlagen bei der Versicherung einzureichen. Nach der Prüfung dieser Akten muss die Versicherung sich in einem Anerkenntnis zu ihrer Leistungspflicht äußern. Ab diesem Zeitpunkt besteht dann eine Leistungspflicht. Wenn die Versicherung an der Berufsunfähigkeit zweifelt, oder von ihrem Verwesungsrecht Gebrauch machen will, kann sie das Anerkenntnis verweigern. Steht die Berufsunfähigkeit objektiv fest, kann die Versicherung sich nur durch eine Nachprüfung von der Pflicht zur Leistung befreien. Im Zuge dieses Nachprüfungsverfahrens kommt dem Versicherungsnehmer dann eine Beweislastumkehr zu Gute: Die Versicherung selbst muss beweisen, dass doch keine Berufsunfähigkeit vorliegt.

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Ausschlusstatbestände, Rücktritt & Anfechtung

Ein weiteres Ärgernis: Viele Versicherungen legen in ihren allgemeinen Versicherungsbedingungen Tatbestände fest, bei deren vorliegen die Leistungspflicht ausnahmsweise ausgeschlossen ist. 

 

Im Dschungel dieser Ausschlusstatbestände, findet man sich als Versicherungsnehmer kaum zu Recht. Viel zu schnell unterschreiben viele Versicherte deshalb Abfindungsvereinbarungen, die weit hinter dem zurückbleiben, was dem Versicherten eigentlich zusteht. Einmal unterschrieben, ist Entkommen schwer. 

 

Auch in weiteren Bereichen ist Vorsicht geboten: Grundsätzlich obliegt dem Versicherungsnehmer eine vorvertragliche Anzeigepflicht. So soll die Versicherung eine genaue Risikoeinschätzung vornehmen können. Falschangaben gegenüber der Versicherung, die im Rahmen dieser Anzeigepflicht getätigt werden, können fatale Folgen haben. Jenachdem, ob der Versicherungsnehmer die Fehlerhaftigkeit der Angaben zu verschulden hat, treten unterschiedliche Rechtsfolgen ein. Wurden die Falschangaben vorsätzlich oder grob fahrlässig getätigt, kommt der Versicherung ein Rücktrittsrecht gemäß § 19 VVG zu. Bei leichter Fahrlässigkeit oder bei fehlendem Verschulden kann die Versicherung den Vertrag stets mit einer Frist von einem Monat kündigen. 

 

Sorgfalt ist geboten!

 

Am gravierendsten sind die rechtlichen Folgen der Arglistanfechtung (§ 123 BGB). Hat der Versicherungsnehmer seine Anzeigepflicht arglistig verletzt, kann die Versicherung den Versicherungsvertrag anfechten. Die Konsequenz: Der Vertrag gilt als von Anfang an nichtig. Aufgrund spezieller Regelungen im Versicherungsvertragsgesetz darf die Versicherung in diesem Fall sogar alle bislang gezahlten Prämien einbehalten. 

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Unfallversicherung

Auch Unfälle können fatale Konsequenzen für die Erwerbsfähigkeit oder die Familie haben. Vielen Menschen genügt deshalb der gesetzliche Schutz, durch den lediglich Unfälle im Kontext zur beruflichen Tätigkeit abgedeckt sind, nicht. Sie schließen zusätzlich eine private Unfallversicherung ab. In Deutschland haben mehr als 29 Millionen Menschen von bislang von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Durch die private Unfallversicherung erhoffen sich die Versicherungsnehmer einen umfassenden Schutz vor finanziellen Beeinträchtigungen, die ihnen durch eine Invalidität - die dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit - entstehen könnten. Dabei kann eine Unfallrente oder eine einmalige Auszahlung vereinbart werden. Für den schlimmsten Fall sehen die Versicherungsverträge in der Regel eine Todesfallleistung vor, die der finanziellen Absicherung der Hinterbliebenen dienen soll. 

 

Anders als erwartet müssen sich viele Versicherungsnehmer Ihre Invaliditätsleistung erst einmal erstreiten. Denn regelmäßig bestreiten die Versicherungen ihre Leistungspflicht, oder versuchen sich durch unterschiedlichste Interpretationen des Begriffs „Unfall“ ihrer Pflicht zu entziehen. Wichtig ist es, sich im Konfliktfall über die einem zustehenden Rechte zu informieren, und dann schnell zu Handeln. Denn im Unfallversicherungsrecht gilt eine kurze Verjährungsfrist von gerade einmal 3 Jahren.

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Krankentagegeldversicherung & Lebensversicherung

Die Michael Graf Patientenanwälte in Offenburg sind zudem auch Spezialisten in anderen Gebieten des Personenversicherungsrechts. Neben dem Gebiet der Berufsunfähigkeitsversicherung zählen auch die Krankenhaustagegeldversicherung, die Krankentagegeldversicherung, oder die Lebensversicherung zu unseren Spezialgebieten.

Spezialisierte Rechtsanwälte für Versicherungsrecht

Die Michael Graf Patientenanwälte sind Spezialisten im Versicherungsrecht für Versicherungskunden. Wir vertreten daher nur Versicherungsnehmer! Durch unsere langjährige Erfahrung und unser umfassendes Know-How sind wir Profis auf dem Gebiet des Personenversicherungsrechts. Wir helfen Ihnen bei der erfolgreichen und umfassenden Durchsetzung Ihrer Ansprüche - ob in außergerichtlichen Regulierungsverhandlungen oder im Prozess. Wir stehen sogar bundesweit zu Ihrer Verfügung. Unsere Erfolge geben uns Recht. 

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